Organprotektive Lösungen

Schutz der Organe bei Transplantationen

Organverpflanzung – in vielen Fällen die letzte Hoffnung

Die Transplantation (Übertragung, Verpflanzung) von Organen gilt, bei völligem Funktionsverlust der betroffenen Gewebe, als einzig mögliche Behandlungsform – und verkörpert vielfach die letzte Hoffnung für betroffene Patienten. Solche operativen Maßnahmen sind für die Kranken mit gewissen Risiken behaftet, können aber für den Einzelnen (z. B. bei dialysepflichtigem chronischen Nierenversagen) einen deutlichen Gewinn an Lebensqualität bedeuten.

Hauptanwendungsbereiche der Organtransplantation sind die Herz- und Nierentransplantation, die sich mittlerweile beide zu Routineeingriffen entwickelt haben. Auch die Lebertransplantation wird bereits mit Erfolg durchgeführt. Ebenso kann Personen mit irreversibel (nicht rückgängig zu machenden) geschädigtem Lungengewebe mit Hilfe einer Lungentransplantation – unter den entsprechenden Bedingungen - geholfen werden. Als weiteres Beispiel sei die Bauchspeicheldrüsenoperation bei jugendlichen Personen mit insulinpflichtigem Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit ) genannt.

Warum die Verträglichkeit des Transplantates so wichtig ist

Die Durchführung von Transplantationen ist nur unter speziellen Voraussetzungen möglich: Das entscheidende Problem liegt in der Tatsache, dass jeder Körper, aufgrund seiner natürlichen Abwehrmechanismen, bestrebt ist, körperfremdes Material zu erkennen, zu zerstören und abzustoßen (Transplantatabstoßung). Dieses Reaktions- verhalten ist umso schwächer ausgeprägt, je „ähnlicher“ das Spenderorgan dem entsprechenden Gewebe des Empfängers ist. Daher ist eine größtmögliche Übereinstimmung - und damit eine optimale Verträglichkeit - zwischen den beiden Geweben von grundlegender Bedeutung. Zudem macht das Transplantat eine lebenslange therapeutische Unterdrückung der körpereigenen Immunabwehr erforderlich. So stellen akute Abstoßungen und Infektionen die häufigsten Todesursachen transplantierter Personen dar.

Die Spender selbst müssen ebenfalls bestimmte Bedingungen erfüllen. So müssen beispielsweise Stoffwechselerkrankungen oder Schädigungen des betroffenen Organs vorher ausgeschlossen werden. Die medizinischen Daten (Blutgruppe, Gewebetyp) werden in zentralen Datenbanken erfasst und ermöglichen somit Vergleiche hinsichtlich der optimalen Verträglichkeit zwischen Spendern und Empfängern.

Aufgrund der besonderen Empfindlichkeit von Organgewebe muss die Blutversorgung bis zur Entnahme aufrechterhalten werden. Selbst mit Hilfe von Konservierungsmitteln sind die Transplantate nur über einen begrenzten Zeitraum ( z. B. Herz und Lunge bis zu 6 Std.) haltbar bzw. verwertbar, wodurch auch der Zeitfaktor für die Durchführung von Transplantationen von großer Bedeutung ist.

Diverse Transplantationen sind durch Köhler Lösungen erst durchführbar. Die Stilllegung des zu transplantierenden Organs und die erneute Funktionsherstellung nach der Verpflanzung stellen ebenfalls kritische Momente im Rahmen der gesamten Transplantation dar. Chirurgische Operationen werden zumeist in Blutleere durchgeführt, d. h. an Gewebe, welches zeitweilig von der Blutversorgung abgeschnitten ist.

Dies betrifft beispielsweise auch Operationen am Herzen (z. B. Einsatz einer neuen Herzklappe).

Das Herz muss vor der Operation stillgelegt und während dieser Zeit der Blutleere vor Gewebsuntergang geschützt werden. Nach Wiederanschluss des Herzens an den Kreislauf soll dieses seine normale Tätigkeit wieder problemlos aufnehmen können. Auch andere Organe (z.B. Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse, Lunge) müssen in dieser Weise für die Dauer der Blutleere vor einer Gewebszerstörung bewahrt werden.

Die Dr. Franz Köhler Chemie hat, in Zusammenarbeit mit kompetenten, namhaften Medizinern organschützende Lösungen entwickelt, die vor allem in der Herzchirurgie Bedeutung erlangt haben, zunehmend aber auch für andere Operationen von Relevanz sind. So gelang dem Unternehmen beispielsweise die Entwicklung einer Lösung, die erstmals auch eine länger dauernde Operation der Nieren ermöglichte. Die Verfügbarkeit und der Einsatz dieser organschützenden Lösungen erlaubten es schließlich, Transplantationen von Organen durchzuführen, die vor vielen Jahren bereits technisch machbar gewesen wären, mangels Schutz des betreffenden Organs während der Operation jedoch praktisch nicht durchführbar waren.