Zink

Behandlung bei Zinkmangel

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Titel: Blickkontakt
Fotograf: pepipepper
Quelle: photocase.com

Warum ist eine gute Zinkversorgung für unsere Gesundheit so wichtig?

Das Spurenelement Zink ist Bestandteil von mehr als 200 verschiedenen Enzymen (Biokatalysatoren) und hat somit im Körper viele verschiedene Aufgaben zu erfüllen.

Wichtige Enzymfunktionen im Stoffwechsel, wie z.B. bei der Verdauung sind erst mit Zink möglich. Zink ist wesentlich zum Aufbau und zur Zusammensetzung des genetischen Schlüssels und maßgeblich an der Neubildung von Geweben beteiligt, sowie unentbehrlich für Zellteilungsvorgänge und somit für Prozesse wie Wachstum und Fortpflanzung. Weiterhin spielt Zink eine wichtige Rolle bei der Verwertbarkeit von Vitaminen und der Kollagenbildung. Kollagen ist eine Substanz, die das Gewebe straff erhält.

Schließlich ist auch das Immunsystem auf eine gute Versorgung mit dem Spurenelement Zink angewiesen, da die Abwehrleistungen in besonderem Maß von Zink abhängig sind.

Ursachen für einen Zinkmangel

Verminderte Zinkzufuhr

  • Fastenkuren und Diäten, einseitige Ernährung
  • Vegetarismus, Eiweißmangelernährung
  • Verzehr phosphathaltiger Getränke
  • Regelmäßiger Alkoholkonsum
  • Starkes Rauchen
  • Schwermetallbelastung
  • Entzündliche Darmerkrankungen

Erhöhte Zinkverluste

  • Schuppenflechte
  • Hauterkrankungen
  • Starke Blutverluste
  • Starkes Schwitzen (Sport, Sauna)
  • Abführmittel, Antibabypille
  • Erhöhter Blutzuckerspiegel

Erhöhter Zinkbedarf

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Wachstum und Entwicklung
  • Ältere Menschen
  • Entzündungen und Erkältungen
  • Sport

Der tägliche Zinkbedarf

Die Zinkzufuhr muss regelmäßig erfolgen, da Zink im Körper nur unzureichend gespeichert werden kann. Die mittlere Zufuhrempfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) wird für Erwachsene mit 7-10 mg täglich angegeben.

Zufuhrempfehlung für Zink

Alter Empfohlene Zufuhr
(mg/ Tag)
Säuglinge 0-11 Monate 1 - 2
Kinder  
1 bis 3 Jahre 3
4 bis 12 Jahre 5 – 7
ab 13 Jahren 7 - 9
Erwachsene  
Männer 10
Frauen 7
Schwangere 10
Stillende 11

Welche Nahrungsmittel enthalten Zink

Besonders tierische Nahrungsmittel sind reich an Zink. Muskelfleisch, Innereien und Fisch sind gute Zinklieferanten, ebenso Käse.

In pflanzlicher Nahrung ist relativ wenig Zink enthalten, es gibt Vollwertgerichte mit verhältnismäßig hohem Zinkanteil, dieses Zink kann jedoch aufgrund der sehr festen Verbindung ( „Zink-Phytate“) im Magen und Darm kaum aufgeschlossen werden und ist somit schlechter verwertbar als das Zink in tierischen Nahrungsmitteln. Bei der Berechnung der Zinkzufuhr durch die Nahrung muss man beachten, dass nur ca. ein Drittel des in den Lebensmitteln enthaltenen Zinks auch tatsächlich vom Körper aufgenommen wird.

Bei der Wahl eines Zinkpräparates sollte man auf die Bioverfügbarkeit des Wirkstoffes achten, dabei geht es um die Menge, die vom Körper und dem Organismus aufgenommen werden kann und verfügbar ist.

Ohne den richtigen „Verbindungspartner“ kann das Spurenelement Zink nicht ausreichend vom Körper genutzt werden. Zink in der Verbindung mit der körpereigenen Aminosäure „Asparaginsäure“ wird bestens vom Körper aufgenommen und verwertet.

Weiterführende Informationen

www.koehler-pharma.de