Therapeutika2019-06-07T07:24:25+00:00

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Rund um die Narkose und Intensivmedizin – Lormetazepam als intravenöse Lösung

Seit 2012 steht dem Anästhesisten und Intensivmediziner ein intravenös zu verabreichendes Lormetazepam zur Verfügung. Es wird hauptsächlich als Hypnotikum verwendet, ein schlafinduzierendes Arzneimittel.

Wenngleich Lormetazepam, ein seit vielen Jahren bekanntes Benzodiazepin, in oraler Darreichungsform verfügbar ist, gelang es nun der Dr. F. Köhler Chemie mit SEDALAM® (SEDALOR®, SEDALON®) die weltweit erste und einzige intravenöse Formulierung von Lormetazepam anzubieten – mittels einer Galenik, die eine wasserlösliche Zubereitung erst ermöglicht.

Nebenwirkungsarm: SEDALAM® besitzt eine ausgeprägte anxiolytische Wirkung, die bei anderen Benzodiazepinen und Sedativa anderer Grundstrukturen nicht so vorhanden ist. Ebenso verläuft der metabolische Abbau von Lormetazepam sehr schnell, sodass aktive Metaboliten erst gar nicht entstehen, die oft Ursache von Nebenwirkungen anderer Benzodiazepine und Sedativa sind. Mit SEDALAM® verfügt der Arzt über ein wirksames und sehr nebenwirkungsarmes Sedativum, dessen besondere Vorteile gegenüber Produkten im gleichen Indikationsspektrum klar hervorstechen. Ein ideales Arzneimittel für den Einsatz in der Intensivmedizin.

Ein weiteres Präparat der Produktpalette ist ANTICHOLIUM®, welches den Patienten ein möglichst schnelles und sicheres Erwachen nach der Narkose ermöglicht. Es antagonisiert anticholinerge Substanzen, die die cholinergen Rezeptoren blockieren. Dieser Acetylcholinesterase-Hemmer erhöht die Konzentration von Acetylcholin direkt an den Rezeptoren.

Schon in den frühen 1980ern wurde nach klinischer Anwendung beobachtet, dass ANTICHOLIUM® ein postoperatives Delir oder andere postoperative Störungen verhindert. Die Indikationserweiterung wurde durch das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) bestätigt. In den vergangenen Jahren hat die Dr. F. Köhler Chemie umfangreiche Studien initiiert, um den Wirkungsmechanismus und das komplexe pharmakologische Spektrum zu erforschen. Der Acetylcholinmangel steht in direkter Verbindung mit dem SIRS (Systemisches in ammatorisches Response-Syndrom) als ein Zwischenschritt zur Sepsis. Alleine in Deutschland sterben jährlich über 75.000 Patienten an einer Sepsis.

Dies ist wiederum ein besonderes Beispiel, wie das forschungsintensive Unternehmen zur Erweiterung der Erkenntnisse enorme Investitionen bereitstellt, um gemeinsam mit den führenden Universitäten auf diesem Gebiet einen Beitrag zur Vermeidung einer Sepsis, ein nach wie vor häufig letales Ereignis, zu leisten.